Real 5:45 Uhr – virtuell 6:45 Uhr. Oder andersrum? Ich weiß es nicht … Nur auf jeden
Fall
viel, viel zu früh! Und das alles für die Chance, mit 4

:

2 im Geld zu landen? Oh Gott, ich spiel das Spiel zwar gerne, aber so was muss doch echt nicht sein!
Runde 10: 60 Karten, Emrakul
and the Gang
Im zweiten Spiel nimmt er Mulligan auf fünf und ist nie wirklich dabei.
Runde 11: 60 Karten, BR-Vampire

Im ersten Spiel entsorgt er zwei Kobras mit
Burst Lightning/
Lightning Bolt
und zwei
Jace, the Mind Sculptor
mit
Vampire Hexmage, hat dann aber keinen
Gatekeeper of Malakir
für
Thrun, the Last Troll.
Im zweiten hält er ein Land, zieht jedoch das zweite Turn 3 nach. Dann läuft er mit drei Tieren ins Pyrocasm, kann anschließend zwei
Inferno Titan
mit Keepern entsorgen und einen
Frost Titan
mit
Go for the Throat, wird schließlich aber von
Lotus Cobra
und
Raging Ravine
totgeschlagen. (
Bloodghast
kann halt nicht blocken.) LSV hält das Matchup für schlecht, ich für einen Witz, genauso wie das Deck. Dann lieber Mono Rot.
Runde 12: 60 Karten, UW-Caw-Blade
Ich erinnere mich nur noch an den supernetten und lustigen Mann, der allerdings in der letzten Runde im Timeout nicht gegen den Jürgen conceden wollte, obwohl er hinten war und eh nicht nach Japan fliegen wollte. An die Spiele erinnere ich mich leider nicht mehr.
Runde 13: 60 Karten, RUG mit Precursor Golem
und Avenger of Zendikar
(Fake-Feature)

Ich beginne mit dem God-Draw –
Lotus Cobra,
Jace,
Inferno Titan
oder so ähnlich … Im zweiten starten wir beide mit
Explore, nur dass mein Turn-3-Thrun besser als sein
Mana Leak
aussieht.
Jace-Scry ist keine Antwort, zumal ich Kobra,
Explore,
Inferno Titan
nachspielen kann. Der Avenger auf seiner Hand war in beiden Spielen wenig beeindruckend, aber die Karte ist ja echt gut im Mirror.
Runde 14: 61 Karten, UWR-Caw-Blade (Coverage)
Im zweiten Spiel hat er einmal vergessen, mit
Cunning Sparkmage
auf mich zu ballern, hätte aber auch ni

x geändert …
„Uhhhhh, ich kann mich in die Top 8 drawen!“ – hoffte ich zumindest. Raul Porojan und Alex Kreuz waren so nett, gleich mit mir auf die Standings zu schauen und mir zu versichern, dass genau dies nicht sein könnte. Den Namen von Raul weiß ich übrigens erst dank der „Quick Questions“, davor war er für mich der Dickliche in Linos Gruppe. Jetzt disse ich ihn schon wieder, obwohl er mir echt sympathisch ist und das schon, seit ich ihn in Paris über Julien de Graat kennengelernt habe. Aber manche Leute kann man einfach so schön dissen.
Falls
du das hier liest Raul: „Ich mag dich echt gerne! Du bist wie ein riesiger Teddybär für mich.“ (Das ist nicht so gemeint, wie es sich anhört!) Nur deinen Namen konnte ich mir echt nicht merken.
Runde 15: 60 Karten, UB-Infect (Fake-Feature)
Im ersten Spiel hat er viel Discard, aber nur vier Länder. Ich bekomme schnell einen
Jace
durch und dann
Thrun, welchen er liest und anschließend mit
Stoic Rebuttal
countern möchte. Ich verweise auf „can't be countered“, er nimmt das Rebuttal wortlos zurück und enttappt drei Länder. Ich erkläre ihm, dass das so nicht geht. Er legt den Counter in den Friedhof und stirbt etwas später. Beim Fatesealen sehe ich noch einen
Skithiryx
und weiß nur deswegen, gegen was ich überhaupt spiele.
Er beginnt das zweite Spiel mit
Duress
auf: Länder,
Jace, zwei
Explore
und
Inferno Titan
– und lässt mich den Planeswalker abwerfen.
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Land, go
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Inkmoth Nexus, go
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Land, Explore, Land, go
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Land, Phyrexian Crusader
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Land, Jace, Unsummon
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Land … ewig am Überlegen, Memoricide auf … … … Frost Titan! Lol. Er hat also Skithiryx auf der Hand. Nur wie will er gegen Jace und Inferno Titan gewinnen?
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Brainstorm, Lotus Cobra, Explore, Doppel-Fetchland, Inferno Titan
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getapptes Land, Phyrexian Crusader
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Unsummon, activate Ravine, swing, GG
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Am interessantesten an dem Match ist wohl die Frage, ob mein Gegner absichtlich versucht hat, den Troll zu countern.
Dagegen spricht:

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Dass es unglaublich schlecht ist und er auch mit dem Memoricide bewiesen hat, dass er nicht so toll ist.
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Dass er nicht so gut Englisch konnte und deshalb den Troll vielleicht nicht verstanden hat.
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Dafür spricht:

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Er hat die verdammte Karte gerade gelesen!
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Gegen den resolvten Troll verliert er auch mit Stoic Rebuttal auf der Hand. Also verliert er beim Versuch, ihn zu countern, nicht viel.
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Dass er sich über seinen „Fehler“ gar nicht geärgert hat.
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Wie auch immer, nun also Top 8. Foto ohne Maske – mehr muss man gar nicht sagen …
Alex Kreuz und Jürgen Stephan haben mir noch sehr ausführlich mit den Sideboard-Plänen für die Top 8 geholfen. Noch einmal dickes Danke an beide!
Viertelfinale: 60 Karten, Valakut
(Coverage deutsch, Coverage englisch)
Hier ist mir was ganz Eigenartiges passiert, etwas, das mir noch nie passiert ist. Ich bin mir ziemlich sicher, im ersten Spiel was verbauert zu haben, nur weiß ich ums Verrecken nicht was. Ich mache Spielfehler. Öfter, als mir lieb ist, aber viel seltener als du! Ja, genau du! Wenn ich Fehler mache, dann fast immer so ganz dumme Sachen, wie nicht mit dem 1/1-Flieger anzugreifen, obwohl der Gegner nicht blocken kann. Mir fällt das meistens in dem Augenblick auf, in dem ich go sage, oder auch mal erst drei Züge später. Der Knackpunkt ist aber, normalerweise weiß ich das und welchen Fehler ich gemacht habe! Und sogar warum!
Aber in dem Spiel ist irgendwas falsch gelaufen. Als ich nachher mit unterschiedlichen Leuten darüber gesprochen habe, wusste ich nicht mehr, was genau ich auf der Hand hatte, was für Länder im Spiel lagen. Ich erzählte den Leuten unterschiedliche Versionen meiner Hände und Gedankengänge, um zu schauen, ob eine davon *klick* machen würde, aber nada. Alex Kreuz erzählte ich eine Version, in der ich mit
Frost Titan
eine Runde länger hätte warten sollen (um
Harrow
zu umspielen, ihm dafür aber einen möglichen Topdeck mehr zu geben). Robert eine, in der
Unsummon
mit
Jace
mir einen Zug erkauft hätte. Und noch andere mit kleinen Unterschieden. Aber ich weiß nicht mehr, was richtig war. Ich weiß nur, dass bei allen Versionen was nicht stimmt. Aber ich weiß auch, dass ich was falsch gespielt habe; dass ich durch seinen Mulligan auf vier zu sicher geworden bin; dass mir das Match zu unwichtig war; dass ich das Gefühl hatte, mit der Top 8 mein Glück überstrapaziert zu haben; dass ich nach 4

:

0 gegen
Valakut
in Turnieren endlich mal dagegen verlieren musste. Oder vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken, vielleicht hat er nach dem Pech, Mulligan auf vier nehmen zu müssen, auch nur etwas Glück gehabt. Und ob nun
Bruce an dem Spiel beteiligt war, werde ich leider nie erfahren.
„Des macht mich alles wahnsinnig. Weiber! Immer des Gleiche. Die sind so billig, Alter. Die sind so mies und billig. Ich hab net … Ich hab … ich will … Ich … Da muss man drüber reden!“
Nach der Top 8 habe ich Robert noch kurz beim Legacy zugeschaut, Jürgen war zu dem Zeitpunkt schon zurückgefahren, und dann ging's zurück zum Hostel. Mit Flo, der zu dem Zeitpunkt wieder/noch im Casino war, machten wir aus, uns später zum Weggehen zu treffen. Wir waren erneut in der asiatischen American Bar zum Essen und trafen im Hostel tatsächlich auf die Goblins. Karten wurden zurückgegeben, Verbote gegen Voll Assi Toni vom weiblichen Goblin ausgesprochen (was mir durch Jürgen zeigte, dass Goblins sowohl unter
Mind Control
stehen als sie auch selbst
casten
können) und Pläne für den Abend gefasst.
Die Goblins eilten zum Essen, während Robert und ich uns nach ein bischen EDH zur Rambla aufmachten, um dort nicht vorzufinden, was der Flo uns prophezeit hatte, und uns wie vereinbart zum Casino aufzumachen, wo wir Flo und die Goblins treffen wollten.
Vor dem Casino wurden wir von einem Ami namens Brandon (den Namen weiß ich, weil er ihn mir bei der Verabschiedung noch mal gesagt hat. Was für ein kluger Mensch!) angesprochen. Der versüßte mir dann auch die horrende Wartezeit, welcher uns der Flo ausgesetzt hat – mit Small Talk wie nur die Amis ihn beherrschen.
Der Flo kam dann irgendwann, ein Teil der Goblins hatte uns schon wieder verlassen, David, einer der Judges, war dazu gestoßen, der Ami unterhielt mich noch etwas länger, die Goblins kamen zurück, der Ami verbschiedete sich, und wir machten uns endlich auf den Weg.
Unser erstes Ziel war zu laut, um sich zu unterhalten, und zu leer zum Tanzen, so gings nach einigen gruppeninternen Spannungen, verursacht durch eine Person (ihr könnt sicher erraten, welche), weiter zum nächsten. Mehr Spannungen kamen auf, aber rein geschafft haben wir es trotzdem, wenn auch nur teilweise. Die Probleme der ersten Location wiederholten sich. Missmut war in der Gruppe nun nicht mehr wegzubekommen. Uneinigkeit über das nächste Play spaltete die Gruppe weiter. Und BAM, die Goblins hasteten los, weder Robert noch Flo und schon gar nicht ich wussten, was abgeht, lediglich das W

ort Nachtbus hatte jemand aufgeschnappt. Wir hinterher, ohne Chance, die Goblins einzuholen, sofern sie nicht stehenbleiben. Nach einem kleinen Ausflug in den Maze erreichten sie ihr Ziel, wie vermutet eine Bushaltestelle. Die Gruppe war wieder vereint, wenn auch nur körperlich, denn die Differenzen waren immer noch vorhanden.
„Des is oberstes Gesetz, es wird nie vom Freund 'ne Exfreundin oder 'ne Freundin angefasst.“
Der weibliche Goblin wollte zurück ins Hostel, der dickliche Goblin wollte sie begleiten … Wenn's nicht so lustig gewesen wäre, wie er sich ständig verhalten hat, wär's direkt unangenehm gewesen. Der Rest der Gruppe wollte zur Rambla fahren und sich dort wenigstens noch in eine Bar setzen. Und Jürgen wollte sich erst während der Fahrt entscheiden. Ich behauptete, er sei immer noch unter
Mind Control
und sein Entschluss sei längst gef

allen, aber zu meiner Überraschung spielte Jürgen am Zielort
Disenchant
und schloss sich uns doch an. Mittlerweile war es etwa 1 Uhr, allerdings bot die Rambla immer noch nicht das vom Flo beschriebene Bild, lediglich zwei leichte Mädchen konnten wir erblicken. Flo, der dies nicht fassen konnte – so hatte er doch vor zwei Jahren etwas ganz anderes erlebt – beschloss, zwei Polizisten um Auskunft zu bitten.
Das Gespräch ist wortwörtlich (inklusive Fehlern) um 1 Uhr nachts in einer Fußgängerzone so abgelaufen:
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Flo:
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Excuse me please. I have a question. I was here two years before. And then there were everywhere … were … err, nu…
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Jonas:
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Prostitutes!
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Den Blick der Polizisten werde ich mein Lebtag lang nicht vergessen. Zuerst verdutzt, gefolgt von peinlich berührt, dann sich das Lachen verkneifend, dann sich fragend anschauend.
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Polizist:
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Yeah uhh, two years ago was a different time. A lot changed … Today, it's possible … but it's difficult …
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Jonas:
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Yeah, thank you very much. Komm Flo!
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Flo:
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Thanks very much.
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Auf zu nächsten Bar oder McDonalds. Flo und ich hatten mittlerweile ziemlich Hunger, zum Glück hatten sich Matze und Jürgen die Gegend schon mal genauer angeschaut.
KFC und die goldenene Möwe machten grad zu, aber das war alles vergessen, da waren sie die, äh, Nu… Prostitutes. So aufdringlich – die erste haut dem Jürgen auf den Arsch und fasst dem Flo in den Schritt. Man kann's nicht fassen, wenn man's nicht selber erlebt hat. Die Straße verwandelt sich von der belebten Fußgängerzone in einen Sammelbecken für Drogendealer und Prostituierte. Gut, die Drogendealer gab's tagsüber auch schon … nur dass sie jetzt statt kleinen Pfeifen auch Bier und sogar Essen zu den Drogen verticken. Wer kauft denn bitte Essen bei diesen Menschen? Oder hat mit diesen Frauen Sex? Die erste Frage sollte mir noch beantwortet werden …
Wir gingen in eine Nebenstraße, fanden nur Bars, die gerade am Schließen waren, wurden immer demotivierter, Jürgen und Matze sogar bis zu dem Punkt, dass sie sich ein Dosenbier bei einem der Inder organisierten. Wir gingen in eine Jugendherberge, die wir für eine Bar hielten, gelangten zu einer Bar, die die beiden verbleibenden Goblins schon kannten, welche aber zu so „später“ Stunde nur noch Bier und Shots servierte. Also Kommando zurück, bei einer zu einem Hotel gehörigen Bar noch Cocktails bekommen, bevor sie in 30 Minuten ebenf

alls schließen würde. (Was ist nur mit dem verdammten Land los?)
Zurück auf der Rambla wurden die Prostituierten immer aufdringlicher, versuchten sogar Flo und mir die Masken abzusetzen. Immer schnell weiter und aufpassen, dass einem nichts geklaut wird, so, glaube ich, verdienen die nämlich eher ihren Unterhalt. Am Ende der Rambla waren unsere Bäuche immer noch leer und wir alle viel zu nüchtern. Die Goblins wollten mit dem Nachtbus zurück ins Hostel, ich und Flo die Rambla wieder runter in der Hoffnung, dass eine Dönerbude noch auf hat. Gibt nur eine faire Lösung – der Würfel entscheidet – Hostel gewinnt. Nur war der Bus inzwischen an uns vorbeigefahren, aber einen echten Goblin stört so was nicht, und hinterher gehastet. David musste sowieso in die andere Richtung und uns anderen dreien war das viel zu blöd, dem Bus hinterherzulaufen. Also auf zur Dönerbude.
Jürgen hat dann kurz angerufen, um zu verkünden, dass sie den Bus noch geschafft haben, und zu fragen, wo wir denn bleiben. Ich sagte ihm, wir sehen ihn dann morgen und gute Nacht. Wir wieder die Straße runter, so gut wie möglich versucht, den aufdringlichen Damen auszuweichen, bis der Flo die Frage aufwarf, wie viel so eine eigentlich kosten würde. Niemand wollte logischerweise freiwillig fragen. Und so musste fairerweise erneut der Würfel entscheiden. David enthielt sich – eins und zwei Flo, drei und vier Jonas, fünf und sechs Robert … Vier, na klar. Maske auf und zu einer hin.
„How much does it cost?“
„20.“
Sie griff mir dann an der Stelle gleich mal in die Jackentasche und zog ein Stück silbernes Papier heraus.
„Is this a Condom?“
„Oh, no!“ Es war die Verpackung von Oreo-Keksen.
Sie schmiss sie auf den Boden und begann, mich zu ignorieren. Auf die Frage, wie viel es denn für uns alle vier kosten würde, ging sie gar nicht mehr ein. Flo war in der Zwischenzeit erneut von einer Angesprochen worden, die ihm ebenf

alls den Preis von 20 Euro nannte. Man kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie die davon leben wollen.
Egal, die Bäuche waren immer noch leer, doch bei der Dönerbude angekommen mussten wir enttäuscht feststellen, dass auch diese mittlerweile geschlossen hatte, was den Flo in seiner Verzweiflung veranlasste, sich Essen von einem der Straßenhändler zu kaufen. Geschmeckt hat es ihm so gut, dass er sich beim erneuten Rauflaufen der Rambla gleich noch mal etwas kaufte. Der Mann muss einen Magen aus Stahl haben.
Zurück im Hostel entschied ich mich dieses Mal gegen den Einsatz von Medikamenten, lachte mit Flo noch, als Robert schon lange schlief … und wurde am Morgen durch das Klopfen der Goblins, die sich entschieden hatten, zur vorgeschriebenen Zeit auszuchecken, zum Glück nur kurz, später aber durch die penetrante Putzfrau richtig wach. Wir packten unser Zeug diesmal auch mit Haste und verschwanden aus der Jugendherberge, nur um von einem Mitarbeiter bis auf die Straße verfolgt zu werden.
„Where is the key?“
„We left the key in the room.“
„You can't just leave. You have to tell me something.“
„We are in hurry.“
„…“
„Whatever … bye“
Auf zur Metro – zum Hauptbahnhof – zu den Bussen – genau erwischt – eine Minute später ging's schon los – geil gezockt! Am Flughafen war von den Goblins keine Spur. Waren sie wirklich schon anderthalb Stunden vor Abflug durch die Sicherheitskontrollen gehastet? Na ja, erst mal was essen. Die Goblins stießen auch noch zu uns, sie hatten tatsächlich einen Bus später genommen als wir – man höre und staune. Trotzdem sind sie 45 Minuten vor uns durch die Kontrollen gehastet. Derweil hat Robert auf der Toilette noch einen Geldbeutel ohne Geld, dafür mit Ausweis gefunden – überall Betrüger und Diebe, selbst hier.
Und dann ging's ab nach Hause. In Memmingen gabelte Matze noch drei Leute für unsere Bayerntickets auf; so bekamen wir die Mehrkosten, die uns durch den Busfahrer, der das Bayernticket Nacht erst ab 19:00 Uhr und nicht wie üblich ab 18:00 Uhr verkaufen wollte, auch wieder rein. Ansonsten verlief die Fahrt nach München ereignislos.
Zum Schluss gibt's noch ein paar W

orte zum Deck bezüglich anstehender Standardturniere und dann in alter Pojo-Manier Props und Slops für alle:

RUG halte ich für die National Qualifier und die kommende PTQ-Saison für eine starke Wahl. Das Deck bekommt immer noch nicht annähernd die Presse, die es verdient hat.
Lotus Cobra
ist die beste Kreatur im Standard –
not even close! Eine unbeantwortete Kobra gewinnt mindestens genauso viele Spiele wie ein unbeantworteter
Jace. Wegen der Kobra gewinnt das Deck oft „@ rand0m“, wegen
Jace
auch und wegen
Inferno Titan
ebenf

alls. Man glaubt gar nicht, wie oft man Turn 5 und Turn 6 Titanen legt und Spiele gewinnt, die der Gegner schon lange als Sieg verbucht hatte. Das Deck macht schlicht unfaire Sachen, nicht so unfaire wie Kuldotha-Red, aber dafür spielt man ausschließlich
gute
Karten. Das ganze Deck besteht nur aus guten Karten:
Aber nicht nur das Deck ist von alleine richtig gut, die Leute wissen oft nicht wie sie dagegen spielen und boarden sollen.
Day of Judgment
rein oder raus?
Kor Firewalker
überhaupt eine Option?
Condemn
gegen Titanen? Artifactremoval gegen Magneten und Golems? Draw-Go oder doch lieber rushen?
Flashfreeze? Countert das genug? Wie viel Counter hat er eigentlich noch gegen mich? Hat er Artifactremoval, und wenn ja, wie viel? Das sind alles Fragen, die sich der Caw-Blade-Mann stellen muss. Könntet ihr alle „richtig“ beantworten? Aber viel wichtiger, glaubt ihr euer Gegner kann sie richtig beantworten?
Zu beachten: Man muss superviele Mulligans nehmen. Fast jede Hand ohne Kobra/
Explore
muss man neu ziehen. On the play ist lediglich
Preordain
(Halimar plus Fetchland ist im Prinzip das Gleiche) zusammen mit
Mana Leak
auch ein Keep. Bei sechs Karten ist
Preordain
plus 4-Drop und Länder on the play in Ordnung, während man on the draw auf fünf gehen kann/sollte. Das Deck mulligant zwar viel, dafür aber recht gut. Ich musste bisher erst einmal auf fünf Karten gehen und die waren dann mit Kobra und
Jace
ziemlich stark.
RUG ist ziemlich anstrengend/schwer zu spielen. Ohne viel Talent sollte man ausreichend testen, um zu wissen, wann man Threats in Counter spielt, welche Hände man wann halten kann, wie viel Mana sich wann erzeugen lässt und wie viel man erzeugen muss (Stichwort: Fetchländer zurückhalten). Bei dem Deck kann ein Landdrop das ganze Spiel machen, man musss also viel vorausplanen.
Jace
ist noch mal eine Herausforderung für sich, wobei er in dem Deck mehr brai

nstormen sollte als in anderen. Oft ist es besser,
Jace
brai

nstormen und gleich sterben zu lassen, als die +2-Fähigkeit zu benutzen und zu riskieren, ihn ohne Kartenvorteil zu verlieren, auch wenn es dadurch unwahrscheinlicher wird. Das Deck braucht
Jace
nicht, um zu gewinnen, häufig aber die drei zusätzlich gesehenen Karten und den Zeitgewinn, wenn der Gegner sich erst um den Planeswalker kümmern muss.
Wenn ihr sie nicht braucht oder den Gegner dies zumindest glauben machen könnt, Greift ruhig mit
Lotus Cobra
an. Die Gegner werden oft nicht mit dem Stoneforge blocken, weil sie ihn dringender brauchen als ihr die Kobra, denn ihr Deck spielt ja nur acht Kreaturen.
Condemn
auf Kobra ist auch okay, wenn er es dann nicht mehr für den Titanen hat, der nächste Runde kommt. Meine Kobras wurden in Barcelona nie von einem Mythic geblockt, haben aber durch Angriffe in einen Mystic mindestens acht Schadenspunkte gemacht. Wobei natürlich gilt: Wenn ihr euch nicht sicher seid, wie wichtig die Kobra noch sein wird und ob der Gegner blockt, greift lieber nicht an.
Wenn ich euch von dem Deck überzeugen konnte, bleibt nur noch zu klären, welche Liste ihr spielen solltet. Mit
Precursor Golem
oder ohne?
Frost Titan
ja oder nein? Drei oder vier
Raging Ravine? Ein neuntes Fetchland?
Avenger of Zendikar? Troll im Sideboard?
Die leicht zubeantwortenden Fragen sind:
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Neuntes Fetchland? Ganz klar ja. Keine Diskussion! Man gibt nichts auf und bekommt so viel dafür.
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Thrun, the Last Troll im Sideboard? Auch auf jeden Fall. Die einzige Karte die im Mirror stärker ist, ist die Kobra. Troll tötet Jace. Troll lacht Mana Leak aus. Troll lässt Lightning Bolt gegen Titanen tauschen. Gegen UB ist er auch die Bombe. Vampire können ihn nur mit Gatekeeper of Malakir abstellen oder dagegen verlieren und gegen Mono-Rot ist er immer noch okay. Troll macht alles! Nur im Maindeck sollte man den einen nur bei einem guten Read aufs Metagame spielen; meiner war in Barcelona falsch und ich hätte ihn lieber neben seinem Zwilling im Board lassen und ein Oracle of Mul Daya mehr spielen sollen, da er gegen Caw-Blade meistens schlecht ist. Andererseits ist er halt gegen den Rest so gut … und ich wüsste nicht, was ich im Board für ihn cutten sollte.
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Avenger of Zendikar? Never again. Ich habe den Avenger in Paris gezockt und er war mit Abstand die schlechteste Karte von allen 75. Er kostet viel zu viel Mana, das man sich noch nicht einmal sinnvoll mit der Kobra ergaunern kann. Im Mirror wäre er gut, wenn er jemals kommen würde. Die Spiele sind meist vorher schon entschieden, und wenn nicht, muss man ihn dann auch erst noch ziehen und an Mana Leak vorbeibekommen. Gegen alles andere ist er schlicht zu teuer und selbst dann nicht mal sicher besser als ein Titan.
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Schwieriger sind da die anderen drei:
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Vierte Raging Ravine? Ich habe das Gefühl, man verliert mehr Spiele, weil man kein enttapptes Land hat als durch das Fehlen eines Manlands. Aber das kann ich nicht belegen. Einmal Halimar Depths gegen die vierte Ravine zu tauschen, davon kann ich allerdings sicher abraten. Dank der vielen Fetchländer ist Halimar Dephts fast wie Preordain 5 und 6 und die braucht das Deck ganz dringend, um nicht zu flooden beziehungsweise um Manabeschleunigung und Titanen in der richtigen Reihenfolge zu ziehen.
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Precursor Golem/Frost Titan? Die Fragen sind miteinander vernetzt, da man nur so viele Fettsäcke spielen kann. Splitten ist schwer, weil Frost Titan nur in mehren Kopien wirklich gut ist. Beide verlieren gegen Day of Judgment, der eine kommt zwar eventuell früher, der andere tappt dafür das vierte Land/zweite weiße. Das Ganze ist sowohl Präferenz- als auch Metagame-Frage. Ich persönlich mag den Titanen lieber, weil er schwieriger auszuschalten ist, wenn auch nicht viel, und weil er in den Spielen, in denen er unfair ist, einfach mega-unfair ist. Darüber hinaus erscheint er mir im Mirror und im Valakut-Matchup besser als der Golem, welcher dafür gegen Caw-Blade etwas mehr glänzt. Das Caw-Blade-Matchup scheint mir aber schon vorteilhaft genug zu sein, um die Extrahilfe nicht mehr zu brauchen. Frost Titan kann auch noch Celestial Colonnade aufhalten, etwas, was das Deck sonst nur mit Doppel-Lightning Bolt vermag.
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Wenn ich das Deck am kommenden Wochende noch mal spielen müssste, sähe so meine Liste aus:
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3 Copperline Gorge
4 Forest
2 Halimar Depths
4 Island
4 Misty Rainforest
2 Mountain
3 Raging Ravine
4 Scalding Tarn
1 Verdant Catacombs
4 Explore
1 Garruk Wildspeaker
4 Jace, the Mind Sculptor
4 Lightning Bolt
4 Mana Leak
4 Preordain
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3 Frost Titan
3 Inferno Titan
4 Lotus Cobra
1 Oracle of Mul Daya
1 Thrun, the Last Troll
Sideboard:

1 Acidic Slime
1 Burst Lightning
4 Flashfreeze
1 Jace Beleren
1 Nature's Claim
4 Pyroclasm
1 Thrun, the Last Troll
2 Tumble Magnet
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Spielt keine 61 Karten, ich glaube, das verträgt das Mana nicht. Cuttet keinen 4-Drop für den vierten
Inferno Titan, sondern wenn überhaupt, irgendetwas anderes. Nur was vermag ich auch nicht zu sagen.
Einen genauen Sideboard-Plan kann ich nicht angeben, weil ich selbst gegen das „gleiche“ Deck manchmal unterschiedlich boarde. Das hängt alles ganz stark vom Gegner ab und sollte eher flexibel gehalten werden.
Noch die Props und Slops und dann bin ich durch!

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Top 8
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Masken
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Alex Kreuz und Raul Porojan fürs Helfen und Lino Burgold einfach so
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Coverageleute, die mich mit Maske fotografiert haben
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Infinite Spaß
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Matze, der besser ist, als ich auf den ersten Blick dachte
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Disenchant auf Mind Control
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kein F'ing Dosenpfand
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zwölf E-Drinks auf zwei Tage
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Dass mir nie ein Getränk abhandengekommen ist, weil ich es immer mit auf Toilette genommen habe.
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Fabian Böhme und mein Bruder fürs Kartenleihen
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das Wizards-Coverage-Foto ohne Maske
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Coverage-Leute, die mich ohne Maske fotografieren wollten, auch wenn sie so sehr nett sind
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Jürgens Freundin und sein Mitbewohner, die die Gruppe zu sehr gespalten haben
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Haste
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kein Foto von Lino mit Maske
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Leute, die den Humor im Artikel nicht verstehen
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Julien de Graat, der mit schlechter Ausrede daheimgeblieben ist
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Der Artikel liest sich stellenweise wie vom Ashraf geschrieben.
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Wieder hat sich sonst kein Münchner für Japan qualifiziert.
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„Ich würd sagen, 'Peace out! Ich bin draußen.' Uuahhh.“
Jonas Köstler a.

k.

a. Gräfensteiner-Floppy