Eternal
Modern, Season 1
von Torben Thies
05.04.2012

Definiere: Modern

Es gibt Momente im Leben, da fragt man sich, wo die ganze Zeit geblieben ist. Gerade ist so einer, denn nicht nur ich werde in eineinhalb Wochen numerisch älter (25, wie kann denn das sein? Die Leute bei Friends schienen doch immer so alt!), auch das Modernformat steht kurz davor, sein erstes Lebensjahr hinter sich zu haben. Jetzt, da wir den vorerst letzten PTQ auf deutschem Boden (Berlin) und den letzten europäischen Grand Prix (Turin) hinter uns haben und Modern bis zur Pro Tour Seattle im Oktober einen Schritt zurücktritt, bietet sich die Gelegenheit, ein wenig die bisherige Geschichte dieses Formates zu betrachten, die Gegenwart zu reflektieren und einen kleinen Blick in die Zukunft zu wagen.

Beginnen werde ich zwar mit der ersten Erwähnung des Begriffes „Modern“ (im Magic-Kontext, ihr Schlaumeier!), aber behaltet im Hinterkopf, dass dieses Format vor allem geschaffen wurde, um das Problemkind Extended, das zum Ende seines Daseins trotz (manche sagen auch wegen) zahlreicher Schönheitsoperationen nur noch ein Schatten seiner selbst war, mit einem stabilen, krisenresistenten Format zu ersetzen. Wie ihr sehen werdet, war die Geburt schwer und das Baby anfangs noch nicht sehr hübsch (seine Eltern haben es natürlich trotzdem geliebt), es wurde aber liebevoll aufgepäppelt (und beschnitten).


Mai/Juni 2011 – Der Community-Cup

Seit 2009 findet jährlich in den Büroräumen von Wizards of the Coast der sogenannte „Magic Online Community Cup“ statt. Hier misst sich ein Team aus ausgewählten Mitgliedern der Magic Online-Gemeinde mit einer Mannschaft aus Mitarbeitern von Wizards, um für alle Spieler tolle Preise zu ergattern. Die Ankündigung dieses Events war dann im Mai auch das erste Mal, dass die Welt von Modern erfuhr. Hier findet sich außerdem die erste Version der Banned List, die für jetzige Verhältnisse lächerlich klein erscheint:

Diese Liste sollte neben dem Verbot der viel zu starken Ausrüstungen Skullclamp und Umezawa's Jitte die offensichtlich dominanten Decks (Affinity, Dredge, Thopter-Depths) stutzen und die Geschwindigkeit auf ein spielbares Niveau herunterschrauben. Eine Umgebung, die nur aus degenerierten Kombos besteht, ist nämlich kein allzu guter Nährboden für ein neues Format. Die Decklisten vom Community-Cup sind interessant anzuschauen, aber mit Vorsicht zu genießen. Das Format war bei diesem Turnier nämlich nicht nur Modern, sondern Unified Modern, was bedeutet, dass jede Nichtstandardlandkarte in allen acht Decklisten zusammen bloß viermal auftauchen durfte. Zusätzlich kann man selbst von Großhirnen wie Luis Scott-Vargas und Bing Luke nicht erwarten, alleine innerhalb kürzester Zeit das Optimum aus einem Format zu holen. Dennoch finden sich unter den Decks schon zukünftige Problemkinder wie Hypergenesis, Scapeshift, das Worldwake-Terrorduo aus Stoneforge Mystic und Jace, the Mind Sculptor, Elfen sowie Dredge. Von der moderaten Geschwindigkeit, die sich Tom LaPille und Co. vorgestellt hatten, war Modern noch weit entfernt.

Das Feedback, das Wizards durch diesen ersten Testlauf bekamen, war trotzdem positiv. Der Grundstein, aus dem unser heutiges Modern gemeißelt werden sollte, war gelegt, er musste nur noch in Form gebracht werden.


August/September 2011 – Pro Tour Philadelphia

Die Ankündigung Mitte August, das Format der drei Wochen später stattfindenden Pro Tour von Extended zu Modern zu ändern, war schließlich das offizielle „Hello World“ dieses Formates. Wizards meinten es offensichtlich ernst mit Modern und schoben der Ankündigung eine lange Liste gebannter Karten hinterher:

Diesmal wollte man auf Nummer sicher gehen, denn die Pro Tour sollte idealerweise Modern von Anfang an als divers und spannend erscheinen lassen und eine echte Alternative zum immer stiefmütterlich behandelten Extended vorstellen. Dazu musste zunächst eine „Grundgeschwindigkeit“ her, die einen Rahmen für Entscheidungen bieten sollte, was erlaubt ist und was nicht. Der entscheidende Zug für Kombodecks im Modern sollte der vierte sein, also musste alles, was konstant schneller gewinnen konnte, raus. So wurden Elfen (Glimpse of Nature), Dredge (Dread Return), Valakut (Valakut, the Molten Pinnacle, Scapeshift) und Hypergenesis (Hypergenesis, duh) schon vor der ersten Pro Tour vom Spielplatz gemobbt.

Eine weitere Maxime für Modern sollte sein, dass eine Umgebung geschaffen würde, in der man gerne mit Kreaturen angreift. Deshalb wurden Kontrolldecks nicht nur offensichtlich zu starke Karten wie Stoneforge Mystic und Jace, the Mind Sculptor weggenommen, sondern auch Mental Misstep, Ancestral Vision und Bitterblossom auf die rote Liste gesetzt. „We would rather remove [Bitterblossom] than risk a Faeries-dominated Pro Tour“, ist schon eine eindeutige Ansage von Tom LaPille.

So durchdringend die Präventivmaßnahmen auch waren, so wenig konnten sie verhindern, dass der erste Auftritt von Modern auf der Pro Tour immer noch den Beigeschmack eines inhärent brokenen Formates hatte. Während sich viele Spieler vor der Pro Tour darüber beklagten, nicht genug Zeit zu haben, um wirklich testen zu können, taten sie dennoch ihr Bestes, um die Kombodominanz von Modern unter Beweis zu stellen. Insbesondere zwei Decks erwiesen sich dabei als zu schnell:

Jeremy Neeman, Empty the Warrens

2 Island
4 Misty Rainforest
4 Scalding Tarn
3 Shivan Reef
2 Steam Vents
1 Watery Grave

4 Desperate Ritual
4 Empty the Warrens
3 Gitaxian Probe
4 Manamorphose
4 Peer Through Depths
4 Ponder
4 Preordain
2 Pyretic Ritual
4 Rite of Flame
4 Seething Song
4 Serum Visions


3 Goblin Bushwhacker

Sideboard:

3 Dark Confidant
1 Goblin Bushwhacker
4 Hurkyl's Recall
3 Magma Jet
4 Thoughtseize

Sam Black, Blazing Infect

4 Inkmoth Nexus
8 Island
4 Scalding Tarn
2 Tolaria West
1 Watery Grave

4 Blazing Shoal
3 Disrupting Shoal
4 Dragonstorm
2 Gitaxian Probe
4 Muddle the Mixture
1 Pact of Negation
4 Peer Through Depths
4 Ponder
4 Preordain
1 Snapback
4 Spell Pierce
1 Summoner's Pact


4 Blighted Agent
1 Progenitus

Sideboard:

2 Deprive
1 Dismember
1 Echoing Truth
2 Jace Beleren
1 Slaughter Pact
4 Spellskite
1 Trickbind
3 Vendilion Clique


Zusätzlich zeigte sich ein Faktor, der jedes blaue Kombodeck viel konstanter als Alternativen in anderen Farben machen sollte. Ponder und Preordain erlaubten sowohl Splinter Twin als auch Storm und Pyromancer Ascension, mit beeindruckender Effektivität ihre Karten zu filtern und zum Sieg zu führen, wie man sehr schön an den Top-8-Decks sehen konnte. Während dadurch zwar nicht Siege im dritten Zug möglich waren, führte die Konstanz dieser Decks dazu, dass das Format weniger divers war, als die Entwickler bei Wizards es sich erhofft hatten. Und mit weniger divers meine ich, dass Kreaturendecks immer noch nicht gut genug waren. Aus demselben Grund musste Cloudpost Modern verlassen. Zuverlässige Eldrazi im vierten Zug sind nicht so ganz besiegbar für Aggrodecks. Zwei Wochen nach der Pro Tour wurden also folgende Karten der Banned List hinzugefügt:


November/Dezember 2011 – Weltmeisterschaft

Das nächste große Schaulaufen von Modern fand am dritten Tag der Weltmeisterschaft in San Francisco statt. Sechs Runden lang sollten dort die Pros zeigen, ob der Heilige Gral endlich gefunden wurde. Ganz am Ende seiner Reise war das Development von Wizards dann doch noch nicht angelangt, aber zumindest konnten Kreaturen angreifen und ihr heimlicher Liebling Zoo machte fast 30% des Feldes aus (zum Modernmetagame ein bisschen herunterscrollen). Die Hälfte davon konnte Splinter Twin für sich beanspruchen und Affinity schaffte es immerhin noch auf neun Prozent. Das Problem war nun allerdings, dass das Umfeld zwar kreaturenfreundlich war, Zoo jedoch alle anderen Aggrodecks verdrängte. Die Geister, die ich rief …

Paulo Vitor Damo da Rosa, Zoo

4 Arid Mesa
1 Blood Crypt
1 Breeding Pool
1 Forest
1 Hallowed Fountain
1 Marsh Flats
4 Misty Rainforest
1 Plains
1 Sacred Foundry
4 Scalding Tarn
1 Steam Vents
1 Stomping Ground
1 Temple Garden

2 Kird Ape
3 Knight of the Reliquary
3 Snapcaster Mage
4 Steppe Lynx
4 Tarmogoyf
4 Wild Nacatl


4 Lightning Bolt
4 Lightning Helix
4 Path to Exile
2 Spell Pierce
4 Tribal Flames

Sideboard:

2 Ancient Grudge
2 Combust
2 Deathmark
1 Kitchen Finks
2 Mindbreak Trap
1 Negate
2 Ranger of Eos
2 Seal of Primordium
1 Torpor Orb


Kombo war also endlich unter Kontrolle und die nächsten Bannings im Dezember sollten bloß noch Abwechslung in die Kreaturenauswahl bringen, indem sie die folgenden Karten betrafen:


2012 – Patient gesund?

Drei Monate sind jetzt vergangen und das neue Jahr scheint tatsächlich ein gutes für Modern zu werden. Die PTQ-Saison für Barcelona und einige über den Globus verstreute Grand Prix haben ein Format gezeigt, das starke Decks jedes Typs aufweist, aber trotzdem Raum für Innovation und Kreativität lässt. Nur Kontrollpläne sind weiterhin schwer aufzustellen, denn die Fragen sind im Modern weiterhin effektiver als die Antworten, die gegen die einzelnen Archetypen zu spezifisch sein müssen, als dass sie allumfassend wirken könnten.

Was sind also die wichtigsten Decktypen in Modern? Die Top 8 vom PTQ Berlin fasst gemeinsam mit der aus Turin das Format ziemlich gut zusammen. Die wichtigsten Kombodecks sind weiterhin blau-rot (Splinter Twin und Storm/Pyromancer Ascension), sind aber so weit zurückgestutzt, dass man gegen sie gewinnen kann. Affinity und Jund erfüllen währenddessen ausgezeichnet die Rollen eines Aggressors mit weniger beziehungsweise mehr Störelementen. In keiner Top 8 vorhanden, aber dennoch entscheidend zum Gesicht von Modern beitragend sind das blau-weiße und rot-grüne Trondeck, Aggro-Loam und die Melira-Persist-Kombo, die netterweise alle von Tim Willoughby aufgelistet wurden. Zur gleichen Zeit ist es Innovationen wie beispielsweise Michael Diezels Zombies in Berlin und Michael Thiels Soul Sisters in Turin möglich, aktiv am Metagame-Rad mitzudrehen. Genau dieses riesige Potenzial an verschiedenen Archetypen macht Modern im Moment extrem interessant und wird uns bei so gut wie jedem Turnier in diesem Format mindestens einen neuen Decktyp bescheren. Modern ist endlich an dem Punkt angelangt, an dem es gesund und florierend ist und die so gute Manabasis für faire Dinge nutzt.

Eine kleine dunkle Wolke lauert aber trotzdem am Horizont. Während Wild Nacatl als zu effiziente 1-Mana-Kreatur das Format verlassen musste, hat Innistrad einen Ersatz herbeigezaubert, der in immer mehr siegreichen Aggrodecks zu finden ist: Delver of Secrets. Zwei starke Archetypen mit der lästigen Fliege seht ihr hier:

RUG-Delver, Antonino de Rosa, Sieger GP Turin

2 Breeding Pool
1 Forest
6 Island
4 Misty Rainforest
1 Mountain
4 Scalding Tarn
2 Steam Vents
1 Stomping Ground

2 Burst Lightning
2 Cryptic Command
2 Deprive
1 Electrolyze
4 Lightning Bolt
3 Mana Leak
4 Serum Visions
2 Spell Pierce
1 Spell Snare
2 Vedalken Shackles
1 Garruk Relentless
(Garruk, the Veil-Cursed)


4 Delver of Secrets
(Insectile Aberration)
1 Phyrexian Metamorph
4 Snapcaster Mage
4 Tarmogoyf
2 Vendilion Clique

Sideboard:

2 Ancient Grudge
3 Blood Moon
1 Combust
3 Huntmaster of the Fells
1 Negate
2 Relic of Progenitus
1 Spell Pierce
2 Threads of Disloyalty

American Delver, Jasper Grimmer, PTQ Berlin

1 Moorland Haunt
3 Seachrome Coast
4 Scalding Tarn
4 Arid Mesa
1 Misty Rainforest
3 Steam Vents
1 Hallowed Fountain
1 Sacred Foundry
1 Island
1 Mountain

4 Lightning Bolt
4 Lightning Helix
3 Searing Blaze
3 Vapor Snag
3 Spell Snare
3 Spell Pierce
4 Serum Visions


4 Delver of Secrets
(Insectile Aberration)
4 Goblin Guide
1 Grim Lavamancer
3 Snapcaster Mage
4 Geist of Saint-Traft

Sideboard:

1 Kataki, War's Wage
2 Vendilion Clique
1 Sulfur Elemental
2 Path to Exile
1 Vapor Snag
2 Annul
1 Spell Snare
1 Spell Pierce
3 Timely Reinforcements
1 Shattering Spree



Zusatz – PTQ-Aufarbeitung

Ich habe vom PTQ Berlin noch ein bisschen Material übrig, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Ein so krasser Bruch mit dem Rest des Artikels ist es eh nicht, denn es fügt sich nahtlos in das Thema – der Zustand von Modern – ein. Unter anderem konnte ich nämlich mit Jasper über sein oben zu sehendes American Delver sprechen und er bezeichnet es als konstantestes aggressives Deck im Format, das schnell zooartige Mengen an Druck aufbauen kann. Delver-Decks zeichnen sich durch eine von günstigen Countern unterstützte hohe Resistenz gegen verschiedene Strategien aus und können flexibel verschiedene Schwachstellen kitten, ohne an Schlagkraft zu verlieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist Lingering Souls. Eigentlich ist die Karte für Delver schwer besiegbar, kann aber durch die Addition von Sulfur Elemental schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, fände es aber nicht unvorstellbar, wenn Delver of Secrets nach der Pro Tour Seattle im Oktober aus den gleichen Gründen wie Wild Nacatl gebannt werden würde. Aber weil meine Meinung allein relativ wenig zählt, habe ich bei dem PTQ einige bekannte Gesichter gefragt, was sie vom jetzigen Zustand des Formats halten.


Christian von KalksteinTill Riffert, Oliver Rausch, Andre „TrashT“ Müller und Michael „MiDi“ Diezel (von links nach rechts) mussten mir kurz Rede und Antwort stehen. Alle eint eine relative Zufriedenheit mit dem Punkt, an dem sich Modern im Moment befindet. Auf die Frage hin, ob sie noch eine Karte bannen würden, antworteten sie entweder mit: „Keine, das Format ist gesund und divers“, oder mit: „Eigentlich ist es schon okay, man könnte vielleicht Splinter Twin (Oliver), Tarmogoyf (Christian) oder Delver of Secrets (Trash) bannen.“ Und während Till und Michael überhaupt keine Karte unbannen wollen, könnte sich Christian das Format auch mit Bitterblossom vorstellen und Oliver und Trash mit Ancestral Vision. Das ist insgesamt also ein ziemlich positives Feedback für ein noch so junges Format. Die Liebe zu Modern geht bei Michael, Till und Trash sogar so weit, dass sie sich vorstellen könnten, dass dieses Format irgendwann Legacy im Eternalspektrum ersetzt. MiDi gibt aber, genau wie Oliver und Christian, zu bedenken, dass es auch ein Format geben muss, in dem alle Karten erlaubt sind. Als Zwischenformat hat Modern aber definitiv seine Nische gefunden und soll friedlich mit Standard und Legacy koexistieren.

Oh, und dann wäre da noch der Fantasy-Draft! Vor dem Turnier hatten ein paar Freunde und ich auf die meistgespielten Karten in den Decks, die positiv abschneiden, getippt. Also habe ich die 37 Listen der Spieler, die zwölf oder mehr Punkte nach sieben Runden hatten, herausgesucht und auf meine Vorhersage überprüft. Und ob ich richtig stehe, sehe ich, wenn das Licht angeh…e.

Im 1–2-Manabereich der Kreaturen ist Tarmogoyf tatsächlich mit 35 Exemplaren der Zweitbeste, muss sich aber Dark Confidant mit 39 Kopien geschlagen geben. Von Delver of Secrets (20) reden wir lieber nicht, denn der wird sowohl der gesamten Affinityjunta aus Signal Pest, Ornithopter und Memnite (20, 23, 24) als auch Grim Lavamancer (25) geschlagen geben. Die Fliege ist aber noch nicht am Zenit angelangt, weshalb sich das Ganze schnell verschieben kann.


Mit Kitchen Finks habe ich im mittleren Kreaturensegment auf die richtigen Bubohs gesetzt. Sie gewannen mit 31 Kopien klar das Rennen vor Bloodbraid Elf (24).

Im oberen Preissegment ist vor allem auffällig, dass es einfach kaum etwas Nennenswertes gibt. Neun Kiki-Jiki, Mirror Breaker haben sich relativ unspektakulär gegen vier Emrakul, the Aeons Torn durchgesetzt.


Überraschung bei den Spontanzaubern! 38 Path to Exile sind zwar solide, aber 56 Lightning Bolt sind doch ein paar mehr. Dass der rote Evergreenred gewinnt, ist nicht die Überraschung, sondern der zweite Platz. Wer hätte nämlich allen Ernstes auf 55 Ancient Grudge getippt?

Bei den Hexereien hätte man währenddessen wohl darauf kommen können, dass Inquisition of Kozilek (45) gegen meine Serum Visions (34) gewinnt.


Im Artefaktsegment hatte ich vorhergesagt, dass Cranial Plating knapp Birthing Pod schlägt. Ja, 24 zu 4 ist wirklich ganz knapp. Allerdings habe ich hier nur gewonnen, weil sich ein Affinityspieler für lediglich zwei Mox Opal entschieden hatte und es dort so nur 22 waren.

Zu den Verzauberungen: Meine Wahl war Splinter Twin (12), weil sie die größte Frage im Verzauberungsformat ist. Antworten in dieser Form scheinen aber doppelt so beliebt zu sein, wenn ich die 24 Blood Moon richtig deute.


Wenigstens bei den Ländern habe ich alles richtig gemacht. Fetchlander am meisten: Check. 52 Scalding Tarn, 43 Verdant Catacombs: Doppelcheck. Die 56 Inseln ignoriere ich einfach, weil Mike Kleins Meervölker Schuld an 18 davon sind.

Zu guter Letzt der Jungspund unter den Kartentypen: Liliana of the Veil ist allem Anschein nach der einzig relevante Planeswalker im Modern. Sie schafft es als einzige auf mehr als vier Kopien, nämlich 30.


I'd like to thank …


Zum abschließenden Abschluss möchte ich mich noch kurz beim FUNtainment Berlin und seinem Team bedanken und entschuldigen. Bedanken, weil sie mich bei der Coverage tatkräftig unterstützt haben, entschuldigen, weil ich mit beiden ein Interview geführt habe, das mittlerweile einfach den Rahmen sprengen würde. Deshalb nur so viel: Ein Besuch im FUNtainment lohnt sich! Jens Schilling und Peter Feller (die beiden netten Herren auf dem Bild) haben sich einen wunderbaren Laden aufgebaut, der große Flächen für alle Arten von Spielen und Spielern bietet. Wenn ihr etwas Bestimmtes sucht, werdet ihr dort auf jeden Fall fündig. Schaut einfach mal in der Revaler Straße 1 in Friedrichshain vorbei!


Ähnlich sieht es mit dem zum Laden gehörigen FUNtainment-Team aus. Das läuft nämlich schon seit dem Grand Prix Hannover 2009 in den schicken orangen T-Shirts herum und wird vom Laden unterstützt. Seine Mitglieder bilden ein reges Testzentrum, das sich immer mittwochs um 17:00 Uhr im Laden zum Testen aktueller Formate zusammenfindet. Wenn ihr in Berlin eine Gruppe sucht, mit der ihr euch gut auf Turniere vorbereiten könnt, schaut einfach im Laden vorbei.

Ihr seht, das FUNtainment steht im Zentrum des Berliner Magic-Geschehens. Ich freue mich schon darauf, euch vom WMCQ Ende Mai dort zu berichten!
-------gggggggggggggggg--------------