Eigentl

ich war geplant, diesen Artikel mit der besten, stilvollsten und witzigsten Einleitung beginnen zu lassen, die es je in einem
Magic-Artikel zu lesen gab. Leider hat die DCI beschlossen,
Mental Misstep
zu bannen, und damit meine bereits fertige Einleitung obsolet gemacht. Wirkl

ich schade um die schöne Einleitung … Danke DCI!

Ansonsten ist das Banning von Misstep weder katastrophal falsch noch absolut nötig gewesen. Die Karte war sicherl

ich sehr weit verbreitet, aber es gab auch sehr gute Decks wie GW-Aggro beziehungsweise Maverick, die
Mental Misstep
nicht nötig haben. Um genau dieses Deck soll es heute gehen, da es zu Misstep-Zeiten eines der stärksten war und danach immer noch einen sicheren Hafen für banningerschütterte Kapitäne bietet. Grund hierfür ist etwas, das man als die konstante Flexibilität von Aggrokontrolldecks beschreiben könnte.
Flexibilität
Der erste Grund, warum das Deck gegen eine große Anzahl mögl

icher Kontrahenten gut aufgestellt ist, war bis vor Kurzem eigentl

ich immer den blauen Decks vorbehalten. Macht euch übrigens darauf gefasst, dass ihr diese These noch des Öfteren hören werdet: Wizards of the Coast schwächen Blau kontinuierl

ich ab, auch im Legacy, indem sie flexible nichtblaue Karten drucken, die mitunter virtuellen oder realen Kartenvorteil produzieren. Mit
Green Sun's Zenith
und
Knight of the Reliquary
stehen solche Karten im Zentrum des Decks. Sie ermögl

ichen es, cleveren Deckbau vorausgesetzt, auf nahezu alle Gefahren des Metagames zu reagieren. Dass der Zenit nebenbei auch noch den Ritter heraussuchen kann, kommt als großer Bonus hinzu.

Um zu zeigen, wie flexibel das Deck ist, möchte ich der Deckliste eine Aufzählung an spielbaren und oft auch gespielten Karten vorausschicken. Stellen wir uns einfach vor wir haben in jeder Partie folgende Werkzeuge tutorbereit:
Manaacceleration:
Manadenial:
Removal:
Draw/Quality:
Beater:
Graveyardhate:
Diverses:
Einige dieser Karten hat man bereits in Bant-Aggro und Tempothreshold gespielt.
Brainstorm
und
Ponder
wirken im Gegensatz zu Zenith und Knight aber geradezu lächerl

ich, wenn es darum geht, die richtige Karte für den Job zu finden. Wie das alles zusammenpasst, kann man an folgender Beispielliste ersehen:
|
3 Noble Hierarch
1 Birds of Paradise
4 Mother of Runes
4 Stoneforge Mystic
2 Qasali Pridemage
4 Knight of the Reliquary
3 Aven Mindcensor
1 Thrun, the Last Troll
1 Scryb Ranger
1 Gaddock Teeg
1 Scavenging Ooze
1 Sylvan Safekeeper
4 Swords to Plowshares
1 Umezawa's Jitte
1 Sword of Feast and Famine
1 Batterskull
4 Green Sun's Zenith
| |
3 Savannah
1 Plains
2 Forest
1 Dryad Arbor
1 Gaea's Cradle
2 Horizon Canopy
4 Windswept Heath
1 Verdant Catacombs
1 Wooded Foothills
4 Wasteland
1 Karakas
1 Tower of the Magistrate
1 Maze of Ith
| |
|
Eine Manabase die zwar sicher

und

in den ersten Zügen liefern muss, aber eben nicht noch mit einer dritte Farbe belastet ist, verträgt eine Menge Utilitylands. Dankenswerterweise kann (und muss)
Horizon Canopy als Ersatz-
Savanne benutzt werden. Dennoch liegt hier eine der wenigen Schwachstellen des Decks. Es ist unglaubl

ich manahungrig, sowohl was die Farbanforderung als auch die Anzahl betrifft. Deswegen sucht
Knight of the Reliquary
gerne mal
Gaea's Cradle
und selbst mit dem Effekt von
Sword of Feast and Famine
tappt man sich auch ohne Probleme zweimal hintereinander aus.

Ach ja,
Stoneforge Mystic
hätte ich fast vergessen. Auch wieder eine der flexiblen nichtblauen Karten. Die drei Equipments erweitern das Spektrum an Werkzeugen noch einmal dramatisch. Oftmals wird nur
Batterskull
und das Schwert gespielt, doch
Umezawa's Jitte
sollte nicht vernachlässigt werden. Schließl

ich ist es das flexibelste Equipment überhaupt und neben
Maze of Ith
tutorbares „Removal“.
Da wir uns im Moment nur mit der Flexibilität beschäftigen wollen, bleiben wir zunächst bei den 1-of-Karten:
Maze of Ith
und
Tower of the Magistrate
sind absolut notwendig. Es gibt diesen netten Trick, mit einem
Knight of the Reliquary
anzugreifen und ihn am Ende des Kampfsegments per Maze zu enttappen. Der Schaden wurde dann schon ausgeteilt, also steht der Ritter auf diese Art einfach wieder als Blocker zur Verfügung und kann seine Fähigkeit benutzen, obwohl er angegriffen hat. In den meisten Fällen hilft Maze jedoch ganz simpel vor einem Angreifer, den man sonst schwer bewältigen könnte. Flieger sind beizeiten ein Problem und auch eine Kreatur, die mit
Sword of Feast and Famine ausgerüstet ist, kann mit dem Land bekämpft werden. Equipments können aber ebenso dank
Tower of the Magistrate
direkt von der Kreatur abf

allen. Zudem, das wird oft übersehen, bietet der Tower Schutz vor
Mishra's Factory
und schlüpft gegen
Tezzeret-Affinity in die
Mother of Runes-Rolle.
Karakas
wird seltener benötigt, ist aber gegen Reanimator und
Show and Tell-Decks die wirkungsvollste Waffe. Schließl

ich können diese Decks nur in begrenztem Umfang mit Ländern umgehen. Des Weiteren ist da noch das
Gaddock Teeg-Dilemma. Der Berater ist so essenziell gegen Stormkombo- und Kontrolldecks, dass man die Antisynergie mit
Green Sun's Zenith
schlechterdings in Kauf nimmt. Mit
Karakas
kann man seinen Teeg vor Removal beschützen oder für einen Zenit kurz wieder auf die Hand nehmen.
Obige Liste spielt an weiteren 1-of-Kreaturen noch
Birds of Paradise
anstelle vom vierten
Noble Hierarch. Exalted ist übl

icherweise wichtiger, aber Equipments trägt der Vogel meistens besser. Einen fliegenden Chumpblocker mit Zenith zu suchen, ist ebenf

alls nützl

ich. Im Gegensatz zum Hierarch können Birds gegen
Hive Mind
außerdem das rote oder schwarze Mana für
Pact of the Titan
oder
Slaughter Pact
aufbringen. Dementsprechend sollte der erste Zenit in diesem Matchup auf
Birds of Paradise
gehen, auch wenn sie einem nur helfen, nicht zu verlieren.
Was haben wir noch?
Thrun, the Last Troll
gegen Kontrolldecks und als eine Art
Maze of Ith
gegen unlösbare Kreaturenprobleme,
Scavenging Ooze
als Graveyardhate, der mit Leichtigkeit gegnerische Knights kleinhält, und
Sylvan Safekeeper
als schwächere, jedoch tutorbare
Mother of Runes. All diese Slots haben sich, zumindest nach meiner Erfahrung, bewährt.
Scryb Ranger
sieht zunächst wie ein Witz aus und ich bin mir auch nicht sicher, ob die Karte wirkl

ich in das Deck gehört. Seine Ability ist sicherl

ich flexibel einsetzbar: Mit
Mother of Runes, Knight oder als Manabeschleunigung. Im Gegensatz zu den anderen 1-ofs holt man ihn sich aber selten mit einem Zenit und auch so gezogen ist der Nutzen ein wenig zu abhängig vom Board. Hat man besagte Mother und Knight auf dem Tisch, ist es sinnvoller, sich einfach noch einen zweiten Knight zu holen, der schlagen kann, als auf lustige Enttappspielchen zu setzen. Ansonsten gibt es ja noch
Sylvan Safekeeper, der sogar mutterseelenallein funktioniert.

Im Rangerslot könnten
Eternal Witness
oder
Terravore
sitzen, doch die werden meiner Erfahrung nach auch so gut wie nie benötigt. Fast immer lassen sich Schwierigkeiten ebenso gut mit einem weiteren
Knight of the Reliquary
überwinden. Am ehesten wäre ein zusätzl

icher
Qasali Pridemage
oder
Gaddock Teeg
in diesem Slot zu gebrauchen. Die Testmatches zeigten dahingehend, dass man von diesen beiden Crittern gerne einen mehr hat.
Mit
Vexing Shusher
und
Cold-Eyed Selkie
komme ich nun zu den wirkl

ichen Exoten. Der Goblin ist einfach nicht nötig, weil
Chalice of the Void
und
Counterbalance
im Moment kaum vertreten sind und das Deck zudem nicht sonderl

ich stören.
Thrun, the Last Troll
nimmt hier eine ähnl

iche Rolle ein: gleichermaßen uncounterbar und macht ebenf

alls eine Menge Karten (wenn auch andere) im gegnerischen Deck obsolet. Counter sind ohnehin nicht gerade gut gegen Maverick. Das größte Problem ist
Mental Misstep
oder
Daze
in der frühen Phase des Spiels. Ersterer wurde von der DCI zerschreddert, also bleibt
Daze
als bester Counter, denn
Spell Snare
ist eigentl

ich nur für
Stoneforge Mystic
relevant und bindet Mana, während sich der Kartennachteil von
Force of Will
gegen ein Deck mit so hoher Threatdichte immer rächt.
Cold-Eyed Selkie
wirkt da schon interessanter. Schließl

ich sind die Mögl

ichkeiten, Kartenvorteil zu generieren, begrenzt. Aber eine 1/1-Kreatur für drei Mana spielen, die nur mit Exaltedbonus im Angriff gegen blaue Decks gut ist? Warten wir damit lieber bis das Meta schwimmen lernt! Wenn das Deck selbst schwimmen lernt und eine
Tundra
oder eine
Tropical Island
splasht, tun sich weitere Optionen auf, namentl

ich
Edric, Spymaster of Trest
und
Rafiq of the Many. Beide sind starke Karten, aber keineswegs stark genug, um die Manabasis, das Angriffsziel für Nicht-Kombodecks, in ihrer Konstanz zu schwächen. Außerdem kann man sich ja immer noch einen Knight holen und das Problem kaputtschlagen oder nicht? Das wäre konstant und konstant ist gut, wie ihr nun erfahren werdet.
Konstanz
Maverick verfolgt einen Aggrokontrollplan, wobei der Begriff Kontrolle natürl

ich in seiner nichtblauen Bedeutung zu verstehen ist. Probleme können erst gelöst werden, wenn sie schon da sind. Hier hinken die Mittel von Grün-Weiß im Vergleich zu Discard und Countern einen Schritt hinterher. Dies macht Maverick aber nicht nur mit Flexibilität, sondern auch mit Konstanz wett. Schauen wir uns allein die Anzahl der herkömml

ichen guten Starts an:
Green Sun's Zenith
erhöht die Mögl

ichkeiten auf einen Knight in Zug 2 auf acht,
Stoneforge Mystic
setzt die Anzahl aggressiver Turn-2-Eröffnungen auf zwölf hoch. Zudem ist eine Mother of Runes im ersten Zug für viele Decks ein erhebl

iches Problem. Nimmt man nun noch die Optionen hinzu, die sich gegen bestimmte Decks durch den Zenit eröffnen, so sehen wir die erstaunl

iche Konstanz des Decks. Natürl

ich handelt es sich hierbei nicht um eine Konstanz des Plans, also der immer gleichen Karten, die durch Cantrips gesucht werden, sondern eine Konstanz der Flexibilität. Bereits die Anzahl der Mögl

ichkeiten in Turn 2 ist enorm. Wo andere Decks ihr Board aufbauen, Karten suchen oder countern wollen, kann Maverick dem Gegner bereits im zweiten Zug mit substanziellen Threats begegnen. Anders als ein
Tarmogoyf
ist ein früher
Knight of the Reliquary
eben nicht nur ein Beater, sondern bedroht auch aktiv die Manabasis des Gegners. Gegen Kontrolle kann man mit gezieltem
Wasteland-Einsatz von einem virtuellen
Gaddock Teeg
profitieren, der
Wrath of God
und
Jace, the Mind Sculptor
verhindert.
Aven Mindcensor
schlägt ebenf

alls in die Kerbe Manadenial. Obwohl die Kreatur auf dem Papier sehr schwach aussieht, ist sie meiner Meinung nach integral für den Erfolg des Decks. Wie sicher schon allseits erahnt wurde, ist Kombo in jegl

icher Form knifflig zu besiegen. Anders als früher helfen
Gaddock Teeg
und
Ethersworn Canonist
näml

ich nur noch bedingt.
Hive Mind
und
Doomsday
(jetzt auch mit
Laboratory Maniac) stören sich nicht allzu sehr an beiden und gute
Ad Nauseam-Decks haben
Grim Tutor
und einen Bouncespell im Maindeck. Alle drei Decks beziehungsweise ihre Piloten bekommen aber eine nicht allzu leichte Form von Brechdurchfall, wenn
Aven Mindcensor
das Spiel betritt und Tutoren nahezu wirkungslos macht. Obendrein hilft der Zensurbeauftragte gegen
Natural Order
und ist im Mirror spielentscheidend. Interessanterweise ist der Flieger sogar als Kreatur ganz ordentl

ich, da sehr oft ein bis zwei Kreaturen mit Exalted oder ein Equipment auf dem Feld sind. Genau wie
Knight of the Reliquary
stellt ein Mindcensor also auch ein Problem für die meisten gegnerischen Strategien dar. Und so häufen sich die Probleme, die Maverick seinen Gegnern vor den Latz knallt, während es spielerisch mit denen umgeht, die ihm präsentiert werden.
Stärken und Schwächen
Verbindend mit einem Blick auf Sideboardoptionen möchte ich einige Matchups im Groben umreißen. Dank des Metagamekarussels, das das Banning von
Mental Misstep
ausgelöst hat, werde ich dabei nicht zu sehr ins Detail gehen können.
In meinen Erläuterungen habe ich nun mehrmals darauf hingewiesen, dass Maverick das neue Aggrokontrolldeck ist. So ist es nicht überraschend, dass ich es in dieser Kategorie auch als ungeschlagen betrachte. Bant-Aggro und Merfolk sind dank besserer Threats leicht zu schlagen. Tempothreshhold und Team America sind ein wenig gefährl

icher, da sie die Aufbauphase von Maverick empfindl

ich stören können. Hier möchte man das Spiel ins Lategame ziehen, wo man alle Werkzeuge hat, um die Decks fachgerecht zu zerlegen.

In Richtung Kontrolle gehen
Natural Order-RUG und Stoneblade in seinen verschiedenen Ausfühungen. Ob beide Decks nach dem Banning noch weiterbestehen, ist fragl

ich. Wenn sie es tun, dann sind es ebenf

alls gute Matchups. Gegen
Stoneforge Mystic
hat man eine ganze Batterie an Antw

orten, während
Progenitus
schon in Zug 3 kommen muss, um den Maverickspieler zu erschrecken. Wie bereits erwähnt kann man
Aven Mindcensor
in diesen Matchups mit Gold aufwiegen. Dennoch schadet es nicht,
Choke
im Sideboard zu haben. Der Grund ist einfach: Blaue Decks haben ohnehin alle Hände voll damit zu tun, die übl

ichen Kreaturen und Länder zu überleben. Sich auch noch um
Choke
kümmern zu müssen, bricht ihnen da einfach das Genick. Gegen
Progenitus
geht man mit
Phyrexian Metamorph,
Runed Halo
oder einem Circle of Protection vor. Man merkt schon,
Enlightened Tutor
wird eine zentrale Rolle in unserem Sideboard spielen. Die Karte setzt den Gedanken der Flexibilität gepaart mit Konstanz im Sideboard fort.
Ganz weit außen im Kontrollspektrum steht im Moment nur UBGx-Control, das mit
Pernicious Deed, Edikten und
Maelstrom Pulse
alles auseinandernehmen kann. Hier stößt Maverick an seine Grenzen und ist auf einen aggressiven Start und Manadenial angewiesen.
Mother of Runes
ist dem UBG-Removal aber ohnehin egal, somit man sich solche Eröffnung gut überlegen sollte. Auch hier ist
Choke
gut, aber viel besser sind
Thrun, the Last Troll
und
Elspeth, Knight-Errant, die das Kontrolldeck nur umständl

ich loswerden kann. Glückl

icherweise ist der Kill über
Mishra's Factory
und
Jace, the Mind Sculptor
nicht sonderl

ich schnell, sodass man genügend Zeit hat, diese Karten zu finden. Problematisch könnten weißbasierende Kontrolldecks mit
Humility
und einem Playset
Wrath of God
werden. Sobald solche Decks auf vier Mana kommen, wird Maverick seinerseits vor ein Problem nach dem anderen gestellt. Wenn schwarze Magie im Spiel ist, muss nach dem Boarden auch immer mit
Virtue's Ruin
und
Perish
gerechnet werden.
Richtiggehend schwierig wird es gegen Kombodecks wie
Hive Mind,
Doomsday
und ANT.
Mother of Runes/
Sylvan Safekeeper
und ein relevantes Hatetier haben hier erste Priorität. Ab drei Mana kann das Deck also schon noch brandgefährl

ich werden. Es ist ein Zeugnis für die Stärke des Decks, dass man es ohne Counter und Discard noch schafft, Kombo zu nerven. Aber genau das ist das Problem. Zu oft ist der Gegner eben ledigl

ich genervt statt besiegt. Dementsprechend sollte ein nicht unerhebl

icher Teil des Sideboards mit mögl

ichst diversen Anti-Kombo-Karten ausgestattet werden.
Runed Halo
auf
Tendrils of Agony,
Ethersworn Canonist
und
Sundial of the Infinite gegen die Paktkosten des
Hive Mind-Decks sind starke Optionen. Hinzu kommt weiterer Graveyardhate wie
Bojuka Bog,
Tormod's Crypt,
Loaming Shaman,
Wheel of Sun and Moon
gegen
Ill-Gotten Gains
und
Cabal Ritual
und selbst
Choke
ist gut genug, da ohnehin einiges an Karten herausgeboardet werden kann. Zum Beispiel
Maze of Ith, der sowieso kein Mana produziert.
Das einzige „Kombodeck“, das sich ohne Weiteres besiegen lässt, ist Dredge. Vorausgesezt der Dredgemagier bastelt sich keinen Traumstart zusammen, hat man praktisch schon gwonnen.
Umezawa's Jitte
ist das Equipment der Wahl und
Dryad Arbor
ist sich nie zu schade, von
Wasteland
vernichtet zu werden, wenn das bedeutet, das auch ein paar Exemplare
Bridge from Below
gehen müssen. Und dann ist da noch Zenith auf
Scavenging Ooze
und Knight auf
Bojuka Bog. Na ja, Dredge ist ja eh meistens Aggro und reiht sich dementsprechend mit Goblins und Zoo in die Schlange der ausgewogenen bis guten Matchups. Wie bei Dredge ist es hier im Wesentl

ichen der Start des Gegners, der dem Maverickmagier entweder Zeit gibt oder ihn zu schnell unter Druck setzt. Goblins sind durchaus anstrengend zu besiegen, aber
Batterskull
und
Knight of the Reliquary
müssen einfach irgendwann geblockt werden. Zoo in seiner langsamen Variante ist GW nicht unähnl

ich, hat jedoch nicht genug Removal, um GW konstant unter Druck zu setzen.
Grim Lavamancer
ist dabei kein ausschlaggebendes Argument, weil er in
Mother of Runes
seinen Gegenpart gefunden hat.
Wenn nach
Mental Misstep
wieder schnelle Zoodecks mit flachen Manakurven auftauchen, hat Maverick allerdings durchaus ein Problem. Removalkonstanz durch viel Burn und
Path to Exile
bekommt dem Early Game nicht gut. Wenn die Critter brennen und die
Nacatl
wildern, ist es eben schon zu spät, bis
Knight of the Reliquary
sein Kampfgewicht erreicht hat. Insgesamt sind Aggromatchups aber immer schaffbar und viel mehr will man im Board auch nicht machen, als
Path to Exile
und vielleicht
Runed Halo
oder
Oblivion Ring
reinzubringen. Übrigens ist
Aven Mindcensor
sogar in Aggromatchups gut.
Goblin Matron
und
Green Sun's Zenith
stellt man doch gerne ab. Einen bis alle Avens beim Boarden herauszunehmen ist dennoch vertretbar, weil die Defensivkraft doch zu wünschen übrig lässt.

Zu guter Letzt wäre noch
Mirran Crusader
zu nennen, der in einigen Listen auftaucht. Der Kreuzritter ist im Mirror sehr nützl

ich und generell gefährl

ich, da eine Double-Strike-Kreatur mit dem ein oder anderen Exaltedbonus oder Equipment eigentl

ich geblockt werden muss. Mir sind das persönl

ich ein bisschen zu viele Wenns für eine Kreatur, die nicht tutorbar ist und


erfordert.
Elspeth
dürfte in diesem Slot nützl

icher sein und natürl

ich … flexibler.
Zum Abschluss eine Sideboardskizze für ein unbekanntes Metagame:
Verabschieden möchte ich mich mit ein paar Gedanken zur Gegenseite. Wie bekämpft man ein Deck, das so viele verschiedene Werkzeuge hat? Die erste Antw

ort lautet, wie immer in
Magic, schneller sein, sprich: Kombo spielen. Alternativ muss man sich entweder wieder auf starke Boardkontrollelemente wie
Humility
gepaart mit viel Removal besinnen oder die Tutoren von Maverick abstellen. Ironischerweise ist Letzteres am besten mit
Aven Mindcensor
zu bewerkstelligen. Da der im Moment sowieso recht gut ist, sollte er ruhig in mehr Sideboards Platz finden. GW auf dem Tisch selbst zu bekämpfen, ist dagegen sehr mühselig. Da die starken Threats des Decks weiß und schwarz (Germ-Token) sind und es über wenig Flieger verfügt, ist
Stillmoon Cavalier
einen Versuch wert. Die Kreatur mit dem schön antisynergetischen Typ „Zombieritter“ in bestehende Decks hineinzusplashen, ist aber bei Weitem nicht so attraktiv wie
Aven Mindcensor. Einzige Ausnahme wäre BW mit
Stoneforge Mystic, Discard,
Vindicate
et cetera. Doch dieses Deck spare ich mir für ein andermal auf.
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